Simulation Ultralinear-Verstärker
#1
Hallo an die LTSpice-Fachleute!

Ich hab mir mal eine Gegentakt-Ultralinear-Verstärker in LTSpice aufgebaut.
Die Ausgangsstufe besteht aus 6L6GC-Röhren. Laut 6L6 UL sollte ich bei 300V und -35V Gittervorspannung auf ca. 60mA kommen. Laut der Simulation komme ich auf ca. 12mA.
Sollte es eigentlich für die Simulation von Pentoden im UL-Modeus andere Modelle geben, oder lieg ich irgendwie falsch?

Gruß Johannes

P.s.: Anbei die LTSpice-Daten


Angehängte Dateien
.zip   PCL84_6L6GC_PP.zip (Größe: 15.89 KB / Downloads: 26)
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#2
(01.08.2019, 08:19)Johannes.f schrieb: Laut 6L6 UL ...
Das passt nicht zu einer 6L6 oder es ist eine dynamische Kennlinie mit unbekannten Randbedingungen. Zur Überprüfung statischer UL-Simulationsergebnisse sind die Triodenkennlinien aus den offizellen DaBlas besser geeignet.

Grüsse,
Hartl
Da streiten sich die Leut' herum
oft um den Wert des Glücks;
der Eine heißt den Andern dumm,
am End' weiß keiner nix.
Hobellied von Ferdinand Raimund (aus "Der Verschwender")
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#3
Moin Johannes,

es kommt immer auf das Modell an, was Du
gerade einsetzt. Bei Mehrgitterröhren ist
eine deutliche Skepsis angezeigt, denn es
gibt nach meiner Erfahrung nur sehr wenige
vertrauenswürdige Modelle, wie hier
ein Beispiel zeigen soll:

   

MfG.urs
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#4
Danke für die Infos, werde mir die Modelle mal genauer anschauen.

Gruß Johannes
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#5
Tach,

Das Kennlinienfeld im Eröffnungspost ist Quatsch. Das verwendete Modell wird schon richtig sein. Im Anhang eine neue Version mit einem funktioniertenden Modell.
Die Änderungen sind nur als Vorschläge zu verstehen.

Yoda.


Angehängte Dateien
.asc   PCL84_6L6GC_PP_yoda.asc (Größe: 8.71 KB / Downloads: 13)
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#6
Hallo Yoda,

danke für deine Vorschläge.
Der 10k Widerstand der Spannungsquelle soll den Innenwiderstand darstellen, oder?

Gruß Johannes
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#7
Tach,

Die Rser=10k repräsentieren die Ausgangsimpedanz der Signalquelle. Nicht zu verwechseln mit dem R5 mit 10kOhm. Dieser ist Bestandteil der Gegenkoppelung. Ich habe die Quelle hochohmig angegeben, um zu demonstrieren, dass diese Schaltung auch damit klarkommt. Niederohmig, also 10 oder 600 Ohm, funktioniert natürlich auch, allerdings muss man dann evtl. den Pegel absenken, um eine Übersteuerung zu vermeiden.

Yoda.
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#8
Moin Johannes,

die Version vom Yoda läuft, aber etwas zu
langsam. Deswegen hier die beschleunigte Version.


.asc   PCL84_6L6GC_PP_yoda_Probe.asc (Größe: 9.24 KB / Downloads: 6)

Sieg Dir mal die Werte von "git1" und "git2"
bei 0.9Vp am Eingang an. Bis 0.7 Vp ist
alles in Ordnung aber die Ausgangsleistung
ist bescheiden.

   

Bei Werten oberhalb dieser Schwelle ist das
Ausganssignal nur noch häßlich. Da muss wohl
noch einiges geändert
werden.

MfG.urs
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#9
Zitat:die Version vom Yoda läuft, aber etwas zu

langsam.

Sowas fällt mir gar nicht auf, denn die Macht ist mit 32Prozessoren, 96GB RAM und 1TB SSD-HDD RAID5 mit mir Big Grin 

Zitat:Bis 0.7 Vp ist
alles in Ordnung aber die Ausgangsleistung
ist bescheiden.

Klar, aber ich war es nicht, der mit bescheidenen 300V Ub angefangen hat. UL benimmt sich ähnlich wie Triode, wenig Leistung, aber Schöööön.
>0,7Veff am Eingang, clippt die Endstufe, das muss ein hässliches Ausgangssignal geben, siehe dazu meinen vorigen Post.
Ich habe auch nicht diese "Long-Tail"-Geschichte vorn reingepackt, mit der Gegenkoppelung am Gitter. Wundert mich sowieso, dass der Protest, ob dieser komischen Eingangsbeschaltungm bislang ausbleibt.

Das ganze Ding macht viel zu viel Verstärkung, die man gar nicht weggegengekoppelt bekommt.  Das in der Praxis stabil zu kriegen wird bestimmt lecker.
Vor die beiden 6L6 würde ich genau EINE ECC83 klemmen... feddich.

Yoda.
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#10
Dass das Ding zu viel Verstärkung hat, ist mir letztendlich auch aufgefallen.
Mein neuer Gedanke ist den Triodenteil als Eingangsstufe und den Pentodenteil als Phasensplitter einzusetzen. Mal schauen ob das klappt.

Gruß Johannes

P.s. mit einer Gittervorspannung von 4 Volt bei der 2. Stufe kommt am Ende ordentlich was raus. Da habe ich eher die Probleme mit dem Bias der 6l6
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